Zum Inhalt springen

Unverbindliche Ertragsabschätzung

Ertragsrechner Photovoltaik-Freifläche

Wie viel Strom liefert ein Solarpark an Ihrem Standort? Dieser Rechner ermittelt Jahresertrag (kWh/a) und spezifischen Ertrag (kWh/kWp) aus den Einstrahlungsdaten des EU-Wissenschaftsdiensts PVGIS (Satellitendaten SARAH3, 2005–2023) und einer offengelegten, einzeln aufgeschlüsselten Verlustkette – von der Reihenverschattung bis zum Transformator. Kein Ersatz für ein geprüftes Ertragsgutachten, aber eine ehrliche erste Größenordnung.

Standort und Fläche genügen – alles Weitere setzt der Rechner auf übliche Freiflächen-Werte (Süd, fest aufgeständert, ca. 1 MWp je Hektar).

Volle Kontrolle über Auslegung und Verlustkette: Neigung, GCR, DC/AC, Albedo, bifazial – für Projektierer, EPC und Gutachten-Vorprüfung.

01

Standort

Ort oder Adresse der Fläche
Koordinaten direkt eingeben
° N
° O

Ortssuche über OpenStreetMap / Nominatim (Daten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL). Übertragen wird nur Ihr Suchtext, nichts weiter.

02

Anlage

Größe der Fläche
Hektar
0,550100 ha

1 Hektar = 10.000 m², etwa anderthalb Fußballfelder. Genauere Flächenausnutzung rechnet der Flächenrechner.

Installierte Leistung (DC)
MWp

Modulleistung gesamt, nicht die Wechselrichter-Leistung.

Ausrichtung
Geometrie
°

GCR = Modulfeldbreite / Reihenabstand. Den verschattungsfreien Abstand liefert der Reihenabstand-Rechner.

Elektrik

Verhältnis Modulleistung zu Wechselrichter-Leistung. Kabelquerschnitte prüft der Spannungsfall-Rechner.

Bifazial

Gras/Acker 0,20 · heller Schotter 0,30 · Neuschnee zeitweise deutlich mehr.

Verlustkette anpassen (Standardwerte offengelegt)
%
%
%
%
%
%
%
%/a
Jahre

Ergebnis

Spezifischer Ertrag, 1. Betriebsjahr
Jahresertrag, 1. Betriebsjahr
Mittel über 20 Jahre
Performance Ratio Nettoertrag zu Einstrahlung in Modulebene, 1. Jahr
Rechnerisch vermiedene CO2-Emissionen deutscher Strommix, 344 g/kWh (UBA 2025)

Monatswerte, 1. Betriebsjahr

Verlustkette – vom Idealertrag zum Netzertrag

Unverbindliche Abschätzung – keine bankfähige Ertragsprognose und keine Grundlage für Finanzierungsentscheidungen. Standortbesonderheiten wie Horizontverschattung durch Wald oder Bebauung, Netzverknüpfungspunkt, Redispatch und anlagenspezifische Technik bildet erst ein Ertragsgutachten ab.

Bankfähiges Ertragsgutachten (P50/P90) anfragen

Für Finanzierung, Verkauf oder Due Diligence brauchen Sie belastbare Überschreitungswahrscheinlichkeiten statt einer Überschlagsrechnung. Wir erstellen unabhängige Ertragsgutachten für Freiflächenanlagen – mit geprüfter Standortdatenbasis, Anlagenmodell und dokumentierter Unsicherheitsrechnung.

Die E-Mail enthält Ihre Eingaben und das Rechenergebnis als Textzusammenfassung – Sie sehen vor dem Absenden genau, was übertragen wird.

Methode und Annahmen anzeigen

Datenbasis. Einstrahlung und Temperaturverhalten kommen aus PVGIS v5.3 des EU Joint Research Centre (Satellitendatenbank SARAH3, Jahre 2005–2023, Geländehorizont aus dem Höhenmodell) – bewusst ohne den pauschalen Systemverlust von 14 %, sodass der ideale DC-Ertrag am MPP inklusive Temperatur-, Reflexions- und Spektralverlusten vorliegt und die eigene Verlustkette nichts doppelt zählt. Die PVGIS-Werte sind als vorberechnetes Standortraster (0,5°-Gitter über Deutschland, Österreich und die Schweiz, Stand August 2026) direkt in diese Seite eingebaut: je Rasterpunkt Süd mit den Neigungs-Stützstellen 10/25/40° sowie Ost/West (Mittel beider Flächen) mit 8/20°. Zwischenwerte werden über Ort und Neigung interpoliert – dadurch rechnet die Seite ohne jeden externen Dienst, mit einer zusätzlichen Interpolationsunschärfe von typischerweise unter 2 %. Neigungen außerhalb der Stützbereiche nutzen die jeweils nächste Stützstelle der Einstrahlungsdaten; die Verschattungsrechnung verwendet stets die exakte Eingabe.

Reihenverschattung. Eigene Sonnenbahn-Integration mit den Formeln des Reihenabstand-Rechners: für jeden Monat und jede halbe Stunde werden Sonnenstand und Profilwinkel bestimmt, daraus der geometrisch beschattete Anteil der Modulfeldhöhe. Gewichtung über ein Klarhimmel-Strahlungsmodell und den Monats-Diffusanteil; Teilverschattung wirkt elektrisch um den Faktor 1,35 stärker als geometrisch (Half-Cut-Module). Sonnenstände unter 3° bleiben außen vor, weil PVGIS den Geländehorizont bereits abzieht.

Bifazial. PVGIS kennt keine bifazialen Module. Der Mehrertrag wird als Faktor aus Bifazialität (0,80), Albedo und Belegungsdichte gebildet und auf 2–15 % begrenzt – bei Gras/Acker und üblicher Süd-Belegung rund +7 %.

Verlustkette, Standardwerte (im Modus Detailauslegung einstellbar)
Posten Wert Begründung
Reihenverschattung aus Geometrie Sonnenbahn-Integration aus GCR und Neigung, s. oben – typisch 0,5–3 % bei üblichen Reihenabständen.
Verschmutzung und Schnee 2,0 % Jahresmittel für deutsche Freiflächen mit Winterschnee; Selbstreinigung durch Regen eingerechnet.
Mismatch und Anfangsdegradation 1,3 % Modulstreuung 0,8 % + LID/LETID 0,5 % moderner n-Typ-Module.
DC-Verkabelung 0,7 % Energetischer Jahreswert bei Auslegung auf ca. 1 % Spannungsfall unter STC, vgl. Spannungsfall-Rechner.
Wechselrichter 1,5 % 100 % minus europäischer Wirkungsgrad aktueller 1500-V-Zentral-/Stringgeräte.
Abregelung (Clipping) aus DC/AC Empirische Näherung: verlustfrei bis DC/AC 1,05, darüber quadratisch steigend, skaliert mit dem Standortertrag; Ost/West gedämpft.
AC-Verkabelung 0,3 % Trasse Wechselrichter – Trafo – Übergabe.
Transformator 0,9 % Leerlauf- und Lastverluste, energetisches Jahresmittel.
Verfügbarkeit 1,0 % Technische Ausfälle und Wartung; Netzengpässe/Redispatch sind nicht enthalten.
Degradation 0,4 %/a Linear ab dem 2. Jahr; Mittel über 20 Jahre = 96,2 % des ersten Jahres.
  • PVGIS v5.3, EU Joint Research Centre – Strahlungsdatenbank SARAH3, Berechnungsmethodik und API-Dokumentation (joint-research-centre.ec.europa.eu/pvgis). Daten abgerufen August 2026, als Raster eingebaut.
  • Ortssuche: Nominatim, Daten © OpenStreetMap-Mitwirkende, Open Database License (ODbL).
  • CO₂-Emissionsfaktor Strommix: Umweltbundesamt, Stand 2025 (344 g/kWh, Verbrauchsmix).
  • Verlustansätze: übliche Bandbreiten aus Ertragsgutachten und PVsyst-Standardwerten für deutsche Freiflächenanlagen; alle Werte oben offengelegt und einstellbar.
03

Häufige Fragen zum Solarpark-Ertrag

Wie viele kWh pro kWp liefert eine Freiflächenanlage in Deutschland?

Je nach Standort und Auslegung liegen moderne Freiflächenanlagen meist zwischen rund 950 und 1.200 kWh je kWp und Jahr – Süddeutschland und bifaziale Module am oberen, Norddeutschland und dichte Ost/West-Belegung am unteren Rand. Der spezifische Ertrag (kWh/kWp) macht Anlagen unterschiedlicher Größe vergleichbar.

Wie viel Strom erzeugt ein Solarpark pro Hektar?

Als Faustwert lässt sich je Hektar rund 1 MWp (Süd) bis 1,5 MWp (Ost/West) installieren – das ergibt größenordnungsmäßig 1 bis 1,6 GWh Strom je Hektar und Jahr. Die tatsächlich belegbare Fläche hängt von Zuschnitt, Randabständen und Infrastruktur ab – dafür gibt es den Flächenrechner.

Warum weicht das Ergebnis von PVGIS-Standardwerten ab?

PVGIS rechnet mit einem pauschalen Systemverlust von 14 % und kennt weder Reihenverschattung noch bifaziale Module oder Wechselrichter-Abregelung. Dieser Rechner ersetzt die Pauschale durch eine einzeln aufgeschlüsselte Verlustkette – jeder Posten ist oben unter „Methode und Annahmen“ offengelegt und im Detailmodus einstellbar.

Was ist der Unterschied zur P50/P90-Ertragsprognose?

Dieser Rechner liefert einen Erwartungswert aus Satellitendaten. Ein bankfähiges Gutachten quantifiziert zusätzlich die Unsicherheiten (Datenbasis, Modell, Wetterjahre) und weist aus, welcher Ertrag mit 50 % bzw. 90 % Wahrscheinlichkeit überschritten wird – das verlangen Banken und Investoren als Grundlage der Finanzierung.

04

Weitere Werkzeuge

Rechenstand August 2026 · PV-Planungen Eckl GmbH & Co. KG, Deggendorf · Impressum · Datenschutz